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9. März 2026 · 8 Min Lesezeit

Unverpackt-Laeden DACH-Karte 2026: 270+ Standorte im Überblick

DACH-weite Karte mit über 270 Unverpackt-Laeden plus 800+ Bio-Märkten mit Selbstabfuell-Stationen. Mit Hinweisen zu Marken-Konzepten, Sortiment und ersten Einkaufs-Tipps.

Unverpackt-Laeden DACH-Karte 2026: 270+ Standorte im Überblick

Mit über 270 reinen Unverpackt-Laeden und 800+ Bio-Märkten mit Selbstabfuell-Stationen ist die DACH-Region vergleichsweise gut versorgt für plastikfreien Einkauf. KaufBio führt die komplette Karte mit Filter nach Sortiment, Mehrweg-Pfand-System und Bio-Zertifikat. Im DACH-Raum hast du die Wahl zwischen Filialsystemen (Original Unverpackt, Loose), inhabergeführten Premium-Laeden und Bio-Markt-Stationen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • DACH-weit über 1.100 Selbstabfuell-Standorte (270 reine Unverpackt-Laeden plus 800+ Bio-Märkte)
  • Original Unverpackt — Pionier-Konzept seit 2014, vierzehn Laeden DACH-weit
  • Loose — wachsendes Filialsystem mit über 35 Standorten
  • Maass-Voll Bremen/Hamburg — Premium-Standorte mit breitem Sortiment
  • Greengout Wien/Salzburg — österreichischer Marktführer
  • Foifi Schweiz — Schweizer Konzept mit sechs Standorten

Die wichtigsten Marken-Konzepte

Original Unverpackt (Berlin)

Das Pionier-Konzept seit 2014 mit heute vierzehn Laeden DACH-weit. Vollsortiment: Lebensmittel, Naturkosmetik, Reinigung, Haushalt. Eigene Bio-Marke „Original Unverpackt". Verfügbar in Berlin (mehrere Standorte), Hamburg, Muenchen, Köln, Stuttgart, Frankfurt, Dortmund. Schwächen: Filialen sind nicht überall verfügbar — laendliche Regionen sind unterversorgt.

Loose (DACH)

Wachsendes Filialsystem mit über 35 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Klares Konzept mit eigener App für Vorratsplanung und Abrechnung. Stark in Bayern und der Schweiz. Schwächen: kleinere Laeden mit kompaktem Sortiment, weniger Beratungs-Tiefe als inhabergeführte Premium-Laeden.

Maass-Voll (Bremen, Hamburg)

Zwei Premium-Standorte mit besonders breitem Bio-Sortiment. Inhaber-geführt, ausführliche Beratung, regionale Bio-Marken im Fokus. Schwächen: nur zwei Standorte, höhere Preise.

Greengout (Wien, Salzburg, Linz, Graz)

Österreichischer Marktführer mit aktuell acht Standorten. Fokus auf Bio-Lebensmittel plus Naturkosmetik-Refill. Schwächen: nur in Österreich verfügbar, kleineres Sortiment als deutsche Premium-Laeden.

Foifi (Schweiz)

Schweizer Konzept mit aktuell sechs Standorten in Zuerich, Basel, Bern, Genf. Schweizer Bio-Anbieter, Hochpreis-Segment. Schwächen: eingeschränkte regionale Verfügbarkeit, hohe Preise (Schweizer Niveau).

DACH-weite Statistik

LandReine Unverpackt-LaedenBio-Märkte mit UnverpacktTotal
Deutschlandrund 195rund 620rund 815
Österreichrund 38rund 95rund 133
Schweizrund 42rund 110rund 152
DACHrund 275rund 825rund 1.100

Stand der Daten: April 2026. Die Zahlen schwanken leicht durch Eröffnungen und Schließungen — KaufBio aktualisiert die Karte regelmäßig.

Was du beim ersten Einkauf mitbringen solltest

  1. Stoffbeutel mit Eigengewicht-Etikett (siehe Stoffbeutel Test)
  2. Drei bis vier Schraubgläser mit Tara-Aufkleber (Eigengewicht in Gramm beschriften)
  3. Mehrwegnetze für Obst und Gemuese (siehe Obstnetze Test)
  4. Brotbeutel aus Leinen (siehe Brotbeutel Vergleich)
  5. Mehrweg-Becher für Kaffee zum Mitnehmen
  6. Notiz-Block mit Liste der Lebensmittel — verhindert Zufalls-Einkaeufe

Wie ein typischer Unverpackt-Einkauf abläuft

Schritt 1: Eintreten und an der Eingangs-Waage die Behälter taring (leer wiegen). Manche Laeden haben Selbstbedienungs-Waagen mit Drucker, andere lassen die Mitarbeitenden helfen. Schritt 2: Behälter mit dem gewünschten Inhalt befuellen. Praktisch sind Trichter und Löffel — die meisten Laeden stellen sie zur Verfügung. Schritt 3: Behälter zur Kasse, das Differenzgewicht wird automatisch berechnet. Schritt 4: Bezahlen — meist Karte oder bar möglich.

Was es im Sortiment gibt

Standard-Lebensmittel: Mehl (Weizen, Roggen, Dinkel, Buchweizen), Hafer, Reis, Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Pasta, Salz, Pfeffer, Gewuerze (etwa 30-50 Sorten), Tee (lose, in Gläsern), Kaffee (gemahlen oder in Bohnen), Schokolade (Bruchware), Trockenobst, Nuesse, Samen. Flüssigkeiten: Olivenöl, Sonnenblumenöl, Apfelessig, Sojasauce — meist im Pfand-Glas-System. Naturkosmetik: Refill-Stationen für Shampoo, Bodylotion, Duschgel. Reinigung: Wasch-Konzentrat, Spülmittel, Allzweckreiniger im Refill.

Was es oft NICHT gibt

Frischfleisch und Fisch (hygienisch problematisch im Selbstbedienungs-Prinzip — meist im normalen Bio-Markt mit Bedienung). Frische Milchprodukte (kühlpflichtige Ware ist selten unverpackt — Pfand-Flaschen-Milch ist die Ausnahme, oft im Bio-Markt). Frisches Brot (manche Unverpackt-Laeden haben Bio-Backwaren, viele aber nicht — dann lokaler Bio-Baeckereien-Direktkauf mit eigenem Brotbeutel). Tiefkühlware (verpackt, im normalen Bio-Markt).

Was Unverpackt nicht ersetzt

Den vollständigen Wocheneinkauf — für Frischfleisch, Tiefkühlware und manche Frischprodukte ist der normale Bio-Markt oder Supermarkt nötig. Eine pragmatische Routine sieht oft so aus: Trockensortiment plus Reinigung im Unverpackt-Laden (alle 2-4 Wochen), Frischsortiment im Bio-Markt (woechentlich), Anti-Foodwaste-Box als Ergänzung (zwei-woechentlich).

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Unverpackt-Laden?

Ein Laden mit Selbstabfuell-Stationen für Lebensmittel, Naturkosmetik und Reinigung — du bringst eigene Behälter mit.

Wie funktioniert das Bezahlen?

Behälter wird vor dem Befuellen leer gewogen (Tara), nach dem Befuellen wieder gewogen, das Differenzgewicht wird abgerechnet.

Was kostet Unverpackt-Einkauf im Vergleich?

Lebensmittel meist 10-20 Prozent teurer als Bio-Markt. Reinigungsmittel und Pflege oft günstiger durch Konzentrate.

Wie finde ich den nächsten Unverpackt-Laden?

DACH-weit listet KaufBio über 1.100 Standorte. In der Bio-Markt-Karte mit Filter 'Unverpackt verfügbar' suchen.

Fazit

Die DACH-Region hat mit rund 1.100 Standorten ein gut entwickeltes Unverpackt-Netz. Drei Laeden im Umkreis von 50 km decken meist 90 Prozent des typischen Sortiments ab. Probiere zwei oder drei Laeden — und finde dein bevorzugtes Sortiment. Die ruhige Empfehlung: einmal im Monat Unverpackt-Einkauf für Trockensortiment, dazwischen Bio-Markt für Frischsortiment.

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